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HEUTE - 14 Uhr: GEDENKEN AN NSU-OPFER

Für die literarische Zusammenkunft von Beate Klarsfeld und Barbara Auer mit jüdischen Holocaust-Überlebenden am Sonntag gibt es seit Wochen keine Tickets mehr – trotzdem kann sich jeder beteiligen: Die Teilnehmer der Lesung werden sich im Anschluß an die Veranstaltung in der Talmud-Tora-Schule am Tatort des Hamburger NSU-Mordes versammeln - 14 Uhr, Schützenstraße, Altona. Im Gedenken an den von Rechtsterroristen erschossenen Süleyman Tasköprü. Beate Klarsfeld wird dabei ihre Anzeige gegen AfD-Bundessprecher Alexander Gauland vorstellen: wegen dessen Aussage, der Nationalsozialismus sei „ein Vogelschiss in der Geschichte“. Die Nazi-Jägerin verliest am Tasköprü-Gedenkstein zudem die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft, mit der die Behörde Ermittlungen gegen Gauland ablehnt.

Die Künstler von 'Lesen ohne Atomstrom' haben bereits desöfteren ihre Veranstaltungen mit politischen Aktionen verknüpft: bei Darbietungen auf Barkassen im Fahrwasser der Hamburg regelmäßig anlaufenden Atomfrachter, mit Lesungen in der Zufahrt des Atommeilers Krümmel oder als Demonstrationszug mit mobiler Kulturbühne zum G20-Tagungsort.

 

MORGEN - 19 UHR: AUFRUF ZUR REVOLTE?

Es wird eine Premiere: Die anonyme Autorengruppe 'Unsichtbares Komitee' bekommt am Montag im Hamburger Museum Rothenbaum erstmals Gesichter, stellvertretend – wenn 'Selig'-Rockstar Jan Plewka gemeinsam mit den Schauspielern Mathieu Carrière und Rolf Becker das europaweit diskutierte Werk 'Der kommende Aufstand' präsentiert. Jene literarische Reaktion auf „das Scheitern der Politik, die Arroganz der Mächtigen, die Herrschaft des Falschen, die nackte Ausbeutung, den ökologischen Untergang“. Und mehr noch: Nachdem ausgerechnet die konservativen Feuilletons das Buch regelrecht gefeiert haben, diskutieren nach der szenischen Lesung schreibende Aktivisten den Aufruf zur Revolte – Feridun Zaimoglu, Karl-Heinz Dellwo, Andreas Blechschmidt.

 

SAMSTAG: FÜR DIE FREIHEIT DER PRESSE

Eindrucksvolle Fotografien auf sich wirken lassen und renommierte Autoren aus fünf Ländern hören: Das bietet der Festivalauftakt 2019, am 19. Januar im Kunsthaus Hamburg. Dabei geht es um den Zustand der Pressefreiheit in Europa, wo so manch Regierendem kritische Medien eine Last sind. Für die Bundesregierung gehört es regelrecht zu ihrer Gastgeberrolle bei von ihr ausgerichteten Staatschef-Gipfel wie zuletzt G20 in Hamburg, mißliebige Reporter auszusperren. Gleich im Dutzend werden Arbeitsverbote erteilt. 'Lesen ohne Atomstrom' hat diese Ausgesperrten versammelt – und mit ihnen eine Ausstellung gestaltet: 'Die Diskreditierten'. Zur Eröffnung der Bilderschau diskutiert am 19.1. ein internationaler Presseclub. Aus Frankreich kommt die langjährige Chefredakteurin der 'Vogue' Colombe Pringle, aus Island WikiLeaks-Gründerin Birgitta Jonsdottir. Sie diskutieren mit dem ungarischen Pulitzer-Preisträger Attila Mong und dem im deutschen Exil lebenden türkischen Schriftsteller Dogan Akhanli. Ex-Deutschlandfunk-Chefredakteur Rainer Burchardt moderiert.

 

20.1. - SOLD OUT

Das ging sehr schnell: Bereits kurz nach der Veröffentlichung der Veranstaltung gab es schon keine Karten mehr für den 20.1. in der Talmud-Tora-Schule. Restlos ausverkauft. Wegen der Sicherheitsbestimmungen der Jüdischen Gemeinde mussten ausnahmsweise personalisierte Reservierungen für diese Veranstaltung gebucht werden. Die Erlöse aus den gebührenpflichtigen Reservierungen haben wir umgehend an die deutsche Sektion des Internationalen Auschwitz-Komitees weitergereicht.

 


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