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Eine halbe Million Programmhefte, Tausende Plakate

Jetzt wird ganz Hamburg zum Lesevergnügen eingeladen: Nach der Präsentation des Programms der ,3. Erneuerbaren Lesetage’ am 11. März, dem Fukushima-Jahrestag, im Schauspielhaus werden in den kommenden Wochen 500.000 Programmhefte des unabhängigen Literaturfestivals jeden zweiten Haushalt der Metropolregion erreichen. Zudem informieren im April mehr als 1000 Werbeflächen im Stadtbild über das ‚Lesen ohne Atomstrom’. „Vattenfall benimmt sich, als gehöre ihnen diese Stadt - was angesichts der devoten Anbiederung des Senats an den Atomkonzern nicht verwundert. An Senat und Vattenfall ist aber offenbar vorbeigegangen, dass eine sehr breite gesellschaftliche Allianz es sich nicht mehr bieten lässt, dass Atomkonzern und Regierung systematisch die Kultur missbrauchen und sich die Stadt untereinander aufteilen. Das findet in der eindrucksvollen Werbekampagne von ‚Lesen ohne Atomstrom’ seinen Ausdruck“, sagt Oliver Neß, Sprecher der „Erneuerbaren Lesetage“.

Das unabhängige Literaturfestival bietet seit der Premiere 2011 mehr als 10.000 Plätze in exklusiven Kulturevents, für die niemand Eintritt zahlen muss. Dies ermöglicht der ‚Kultur für alle e. V.’ ohne staatliche Förderung. Die Kulturbehörde finanziert aus Steuergeldern hingegen weiter das Greenwashing Vattenfalls - und dies, obgleich der Atomkonzern die deutschen Steuerzahler derzeit vor Gericht verklagt. Vattenfall fordert drei Milliarden Euro „Schadenersatz für den Atomausstieg“. Ergänzend will der Senat Vattenfall auch noch das Hamburger Stromnetz dauerhaft überlassen. Ein Volksentscheid am 22. September kann den dubiosen Deal noch stoppen.